Martin Day von Heidekorn + Day Architekten verspricht: „Häuser bauen andere, wir bauen ein Zuhause“

Den eigenen Geschmack zurückstellen? „Klar, das kann ich schon.“ Nur verbiegen lasse er sich nicht, sagt Martin Day. „Geschmackloses mache ich nicht, es muss schon irgendwie passen. Sonst geht das gegen meine Berufsehre!“ Als Architekt fühlt er sich im Kleinen zu Hause, Ein- und Mehrfamilienhäuser, da ist er in seinem Element. Und als typisch Norddeutscher durch kaum etwas aus der Ruhe zu bringen.

Die Großbaustelle an der Kölner Straße in Frankenforst ist nicht zu übersehen: Sechs Mehrfamilienhäuser und ein Doppelhaus entstehen dort derzeit auf einem 7.000 Quadratmeter großen Grundstück nach Days Plänen. „Es ist natürlich etwas ganz anderes, für einen Investor zu planen als für einen privaten Bauherren“, weiß Day. Während der Investor in erster Linie auf Rentabilität abzielt, kann sich die Mehrzahl der privaten Bauherren den „Traum von den eigenen vier Wänden“ nur einmal im Leben leisten und ist dabei entsprechend auf jedes Detail bedacht. „Aber es fehlt den Bauwilligen dadurch auch an Erfahrungswerten und Orientierungshilfen. Da sind wir als Berater natürlich besonders gefragt.“
Für Martin Day ist die Angelegenheit klar: „Ich bin Dienstleister. Ich plane so lange, bis es meinem Auftraggeber gefällt.“ Deshalb gehöre für ihn „ganz langes Zuhören“ im Vorfeld der Planungen zwingend dazu. Vom Guten überzeugen, nicht dazu überreden, ist sein Credo –
ganz gleich, ob er für private Bauherren oder Investoren tätig wird. Beispiel Kölner Straße: Mindestens 3.500 Quadratmeter Wohnfläche wollte der Investor dort verwirklicht sehen, ein anderer Architekt war bereits an diesem Plan gescheitert. „Wir haben sehr früh unsere Entwürfe mit dem Bauamt abgestimmt, diskutiert, wie wir uns in den engen städte­baulichen Vorgaben bewegen können.“ Die bestehenden Bebauungspläne sowie die umliegende, vorhandene Bebauung schien erdrückend. „Wir haben am Ende sogar 3.800 Quadratmeter genehmigt bekommen. Und trotzdem wirken die Pläne großzügig, modern, hell und offen“, freut sich der Architekt. Die riesige Tiefgarage mit 63 Stellplätzen, die die einzelnen Objekte untereinander verbindet, ist schon deutlich erkennbar, die Wände wachsen in die Höhe und der Verkauf hat begonnen. „Ein Investor ist ja immer Profi. Er will mit der Realisierung von Immobilien Geld verdienen. Entsprechend ist der Auftrag an uns, den wir erfüllen müssen.“
Im Rahmen der Bebauungspläne versucht der 48-Jährige alle Wünsche seiner Auftraggeber zu erfüllen. „Natürlich müssen wir den Privatmann viel mehr an die Hand nehmen, die Herangehensweise und die einzelnen Schritte der Planung und Umsetzung detailliert mit ihm besprechen.“ Für das „Hurra, das ist es!“ lohne sich aber der Aufwand: „Häuser bauen andere, wir bauen ein Zuhause! Daran lassen wir uns messen.“
Geht es dann ans Bauen, sind Day und sein Partner im Architekturbüro, Heiko Heidekorn, für die Bauherren weiter Ansprechpartner. „Ich lege großen Wert darauf, dass auf der Baustelle auch freundschaftlich-seriös gearbeitet wird. Ein Choleriker als Polier? Damit komme ich nicht klar!“ Dann ist es vorbei mit Days norddeutscher Gelassenheit.

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